Aktuelles

Anpassung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) zum 22. November 2022

Die Gebühren für tierärztliche Leistungen werden zum 22. November 2022 durch das BMEL in einer neuen Fassung der GOT geändert. Die Verordnung passt die Gebührensätze der tierärztlichen Leistungen sowohl an den veterinärmedizinischen Erkenntnisstand, als auch an die wirtschaftlichen Erfordernisse für den Betrieb einer Tierarztpraxis an. Die Gebührenordnung ist zuletzt im Jahr 1999 umfassend geändert worden. Die Tierärzte sind gesetzlich dazu verpflichtet, sich an die Gebührenordnung zu halten.

Warum es beim Tierarzt künftig teurer wird – YouTube

Hühnerimpfung NewCastle – Disease (Atypische Geflügelpest)

Die Newcastle Disease (Newcastle-Krankheit, auch bekannt unter aviäres Paramyxovirus 1) ist eine hochansteckende Viruskrankheit von Hühnern und Puten, aber auch andere Vogelarten (z.B. Enten, Gänse, Strauße, Wildvögel oder Tauben) sind empfänglich, können das Virus in sich tragen, verbreiten und unter Umständen auch selbst erkranken.

Infizierte Tiere scheiden die Viren über Kot, Sekrete und Atemluft aus. Der Erreger kann von Tier zu Tier, aber auch über die Luft, sowie über Stallstaub, der an Schuhen, Kleidung oder Fahrzeugreifen haftet, von Stall zu Stall verbreitet werden. Es folgen schwere Krankheitsverläufe mit einer sehr hohen Sterblichkeitsrate.
Für diese Krankheit besteht eine gesetzliche Impfpflicht.

Es gibt zwei Impfstrategien: eine Trinkwasserimpfung alle 6 Wochen oder eine einmal jährliche Injektionsimpfung, zu der die Tiere aber 6 Wochen vorher mit der Trinkwasserimpfung grundimmunisiert sein müssen.

Wir führen in der Praxis beide Impfungen zu festgelegten Terminen durch. Für beide Impfungen muss der Bestand bei uns in Behandlung sein. Wir dürfen keine Fremdbestände, die wir nicht kennen, impfen. Bitte melden Sie sich ggf. vor einer Impfung zu einem Vorstellungstermin.

Ablauf Trinkwasser-Impfung:
Nach Ausgabe des Impfstoffes bei uns in der Praxis sollte dieser am besten umgehend zu den Tieren gebracht werden, jedenfalls innerhalb von 2 Stunden. Beim Transport muss er kühl gelagert werden (der angemischte Impfstoff muss vor direkter Sonnenbestrahlung und Erwärmung über 25 °C geschützt werden). Mischen Sie den Impfstoff einer Trinkwassermenge der Hühner bei, die diese vollständig aufnehmen. Deshalb wird empfohlen das Trinkwasser circa 2 Stunden vor der Impfung weg zu stellen, damit der Impfstoff zügig aufgenommen wird.

Ablauf Injektions-Impfung:
Sie bringen Ihre Hühner zum Termin zu uns in die Praxis, wo ein*e Mitarbeiter*in die Tiere übernimmt und in den Behandlungsraum bringt. Da wir aufgrund der Verfallszeit des Impfstoffes nur einen engen Zeitraum für die Impfung haben und aufgrund der Kosten für den Impfstoff auch nur mit einer bestimmten Mindestanzahl an Hühner die Impfung durchführen, ist es nicht vorgesehen, dass Sie selbst bei der Impfung dabei sind.
Sollten Sie Fragen oder Untersuchungsbedarf zu einzelnen Hühnern haben, bitten wir Sie, dafür einen separaten Termin zu vereinbaren. Bitte bringen Sie auch nur gesunde Tiere zur Impfung mit.
Hinweis: Sollten wir nicht genügend Anmeldungen zur Injektionsimpfung haben, behalten wir uns vor, den Impftermin zu verschieben.

 

Borreliose-Impfung im Frühjahr

Zur Erweiterung der normalen Grundimpfung gegen die üblichen Hundekrankheiten gibt es beim Hund die Möglichkeit gegen Borreliose zu impfen. Diese bakterielle Erkrankung ist seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Es handelt sich um die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung, wobei Deutschland als Hochendemiegebiet gilt, d.h. regional bis zu 35% der Zecken, in Extremfällen 3 von 4 Zecken Borrelien enthalten.

Die Borrelien ruhen im Darm der infizierten Zecke und werden durch deren Blutmahlzeit aktiviert, um dann in die Speicheldrüsen der Zecke zu wandern und über den Zeckenbiss übertragen zu werden. Nach der Übertragung der Borrelien auf den Hund, können diese sich aktiv im Gewebe fortbewegen und breiten sich von der Eintrittsstelle am Zeckenstich in alle Richtungen aus.

Mögliche Symptome einer Borrelienerkrankung beim Hund sind:

  • Fieber- und Appetitlosigkeit
  • Teilnahmslosigkeit
  • Gelenkentzündungen/Arthritis
  • Lahmheit
  • Im späteren Stadium Nieren- und Herzprobleme, sowie neurologische Veränderungen
  • Wanderröte wird beim Hund im Gegensatz zum Menschen meist nicht bemerkt

In welchem Zeitraum Symptome nach einer Borrelieninfektion auftreten ist noch ungeklärt. Dies ist abhängig von den unterschiedlichen Borrelienarten, sowie dem Alter und Immunstatus des infizierten Hundes. Außerdem ist die Erkrankung schwer zu diagnostizieren (bisher keine 100%ig sicheren Labormethoden entwickelt), zwar antibiotisch behandelbar, aber in der Regel nicht ausheilbar. Die Bakterien bleiben versteckt im Körper zurück und können jederzeit wieder Krankheitsausbrüche hervorrufen.

Der Impfstoff gegen Borreliose enthält abgetötete Erreger der am häufigsten in Deutschland vorkommenden Spezies. Saugt eine mit Borrelien befallene Zecke an einem geimpften Hund, so nimmt sie mit dieser Blutmahlzeit auch die gebildeten Antikörper auf. Dadurch entfaltet sich die Wirkung der Impfung bereits in der Zecke, so dass die Borrelien im Zeckendarm absterben. Da die Antikörper im Hund relativ schnell wieder abgebaut werden und eine natürliche Borrelieninfektion keinen Schutz bietet, ist eine regelmäßige Impfung wichtig, vor allem für alle Hunde, die sich oft im Freien aufhalten, oder sehr häufig von Zecken befallen werden.

Die Impfung gegen Borrelien ersetzt nicht die Vorsorge gegen Zeckenbisse (Auftropfmittel, Halsbänder, Zeckentablette), da Zecken auch noch weitere Krankheiten (z.B. Babesiose, Ehrlichiose/Anaplasmose, etc.) übertragen können, stellt jedoch eine sinnvolle Ergänzung des Impfschutzes dar.

Die Impfung gegen Borreliose sollte am besten im Frühjahr stattfinden, bevor die Zeckenzeit beginnt.

Gerne können Sie uns auch eine Zecke Ihres Hundes zur Untersuchung auf Borreliose vorbeibringen, wenn Ihnen ein Zeckenbiss Sorgen macht.

Termine 2022

Die Praxis bleibt 2022 an folgenden Terminen geschlossen:

08.08.2022 – 21.08.2022 Sommerferien
24.12.2022 – 07.01.2023 Weihnachtsferien

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Tel. 0 71 33 / 50 40 40 5

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